Vorankündigung

Die Bestimmung des Geldes

In diesem Buch geht es um die Zukunft des Geldes.  Wer heute wissen will, was Geld ist, der schaut ins Internet. Dort steht zu lesen: Geld ist, was die Funktion des Geldes erfüllt. Im Nachsatz erfährt man schnell, dass Geld gleich drei Funktionen hat: Zahlungsmittel, Wertaufbewahrungsmittel und Wertmaßstab.  Mit Geld als Zahlungsmittel kaufen wir unsere Brötchen, als  gespartes Geld ist es ein Wertaufbewahrungsmittel und als Preis auf der Jeans ist es ein Wertmaßstab. 

 

Diese Definition deckt sich so sehr mit unserer Alltagserfahrug, dass man fast übersehen könnte, dass sie gar keine Antwort auf die  gestellte Frage ist: Was ist Geld? Würde ich behaupten, ein Auto sei, was die Funktion eines Autos übernimmt, dann kann ich um ein Objekt herumlaufen, das diese Funktion übernehmen soll.  Wahrscheinlich kann ich den Motor, die Bremse und die Kupplung sehen und gegen die Reifen treten. Etwas ist da, um die Funktion eines Autos zu erfüllen. Eine Funktion ist die Aufgabe, die ein Objekt zu erfüllen hat.

 

Wer oder was ist also das Objekt, das die Funktion des Geldes übernimmt? Die Antwort auf diese Frage liegt nicht auf der Hand. Die Notenbanken der Welt produzieren zwar Münzen aus Metall und Geldscheine aus Papier, aber das macht sie nicht zu Geld. Sie sind nur  Symbole für Geld. Ihr Wert ist völlig unabhängig von ihren materiellen Eigenschaften. Wir können die Scheine und Münzen auch auf die Bank bringen und gegen eine Zahl auf unserem Konto eintauschen. Aber auch die Zahlen auf unserem Konto sind kein Geld. Sie sind, wie die Münzen und Scheine, nur das Symbol für Geld. 

 

Es bleibt die Frage: Was ist Geld? Und wie sieht seine Zukunft aus?

 

 

 

 

 

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